Natur allover. Draußen und drinnen.

Mit unseren Enkelinnen Frida und Alma machen wir seit 2 Jahren ein Herbarium.
D.h. wir suchen in Garten, Park und Wald Pflanzen, die uns gefallen. Wir bestimmen die botanischen Namen und trocknen und pressen die Pflanzen in der Blumenpresse für einige Tage.
Dann kleben Alma und Frida sie in ihr Herbarium-Heft und beschriften sie mit Namen und Fundort.
Nun sind wir bei uns ganz in der Nähe auf kleiner Exkursion gewesen. Es gibt seit gut
1 1/2 Jahren ein außergewöhnliches Haus an einer neuen Straßenbahnhaltestelle, das über und über begrünt ist.
Sogar das Dach ist total bepflanzt. Natur allover sozusagen.
Das wollten wir uns mal aus der Nähe ansehen, denn es ist wie ein lebendes Herbarium.

5300 Pflanzen wurden auf dieses Haus gepackt, auch blühende. Insgesamt sind es 21 verschiedene Pflanzenarten, wie beispielsweise Storchschnabel, Walderdbeeren, Waldsegge oder Glockenblumen.

Mit einer raffinierten Bewässerungsanlage wird alles mit Wasser versorgt, aber es gibt dennoch Stellen, wo die Pflanzen vertrocknet sind in der Gluthitze des letzten Sommers. Die Bepflanzung insgesamt schaut großartig aus und manche Pflanzen sind riesig und machen richtig Eindruck.
Die Natur geht hier buchstäblich die Wand hoch… und für Vögel gibts an jeder Seite ein Vogelhaus.

Für Vögel gibts ganz oben ein Haus mit Aussicht

Die Pflanzen wurden je nach Sonnen- oder Wetterseite ausgesucht und zusammengestellt, um möglichst gute Bedingungen zu haben. Es gibt auch allerlei Kräuter und sogar kleine Erdbeeren.
Und das Beste ist, man darf auch etwas für den Hausgebrauch abpflücken!
Wir haben noch ein paar Erdbeeren im Oktober gefunden und etwas Pfefferminze abgeschnitten zum Tee.

Unsere Enkelinnen freuen sich immer, dass sie mit der leicht zu bedienenden und noch dazu kostenlosen App Flora incognita der Uni Illmenau fast alles bestimmen können.
Oma leiht dann gern mal ihr Smartphone dafür aus…

Da mein Mann und ich seit einiger Zeit beim Bildungszentrum Nürnberg einen Kurs zur Stadtentwicklung machen, waren wir dort im Sommer schon einmal mit einer Führung und der zuständige (Landschafts-)Architekt hat uns alles gezeigt und uns auch ins Haus geführt.
Es soll einmal einen Kiosk bereit halten, einen Aufenthaltsraum für Straßenbahn-FahrerInnen und ein WC für die Passagiere der Straßenbahn, die dort in Zukunft anhalten wird.


Wir sind schon gespannt, wie das Haus im Winter aussehen wird.


Und was machen wir im Winter?

Wir holen uns einfach die Natur ins Haus und in den Kleiderschrank….
Marimekko und Emma Bridgewater Servietten sind wunderbare Naturboten für den Tisch auch für die Weihnachtszeit.

Von McKERNAN aus Irland gibts ganz feine Naturmotive, die den Hals warmhalten und dabei besonders schön sind:

Die wunderschönen Woll-Seidenschals von Ahmaddy mit den Blüten und Blättermustern sind großformatiger und hüllen uns fein ein.

Und wenn es sonst im Haus noch „natürlich“ werden soll?

Wir haben da was für Sie fürs Bad, für den Tisch und den Schreibtisch – alles aus Dänemark von Koustrup & Co.

Fürs Bad oder unterwegs, schöne Schminktäschchen:

Holz-Tabletts für den Tisch:

Schöne Briefkarten:

Natur allover eben.

Einen Spaziergang im Park oder Wald ersetzen sie zwar nicht, aber Freude machen unsere natürlichen Stücke allemal.
Und zu Weihnachten machen sich Geschenke mit Natur unterm Baum auch ganz wunderbar, finden Alma, Frida und wir!
Was meinen Sie dazu?

Herzlich-natürliche Grüße senden Ihnen
Ihre

Sieglinde Graf und Herbert Gschwandtner und das Enkelinnen-Herbarium-Team

Fotos: Ahmaddy, Koustrup & Co., Sieglinde Graf, da sempre

12 Antworten auf „Natur allover. Draußen und drinnen.“

  1. Ein tolles Haus. Klasse, dass man sich da auch noch was auf die Hand pflücken kann. Wie lange hat es gedauert, bis das Haus so schön grün war? Der grüne Bunker in Hamburg ist noch am „einwachsen“.

    Ich trage gerade mal wieder die schöne Stulpen und Schal von euch mit dem eckigen Muster. Die Merinowolle ist so schön fein.

    Ein schönes Wochenende wünscht euch
    Ines

    1. Ja, wir finden es auch toll. Das gibt es nun seit dem Frühling 2025, ich habe es gerade nochmals nachgesehen, und wurde mit vielen „fertigen“ Pflanzen bepflanzt. Das Zusammenwachsen aber hat schon einige Monate gedauert. Und dieser Wuchs wie jetzt, das kam erst in diesem Jahr zustande.
      Ich bin gespannt, wie es im Winter aussieht, denn nicht alles ist Immergrün.
      Euer Hochbunker schaut auch so klasse aus, habe ich ja bei Dir mal im Blog gesehen!
      Schön, dass Du den Schal und die Stulpen von McKernan so gern trägst. Im Moment kann man all das richtig brauchen. Bei uns hat es gestern nacht schon gefroren…
      Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch auch und sende herzliche Grüße,
      Sieglinde

  2. Liebe Sieglinde, was für ein schöner Beitrag! Das gemeinsame Herbarium mit Frida und Alma finde ich ganz bezaubernd. Solche kleinen Entdeckungsreisen mit den Enkelkindern sind doch etwas ganz Besonderes. Und wie spannend ist bitte dieses begrünte Haus?! Ein richtiges kleines Stück Natur mitten in der Stadt. Da würde ich auch gern einmal genauer hinschauen. Schön dass dabei noch ein paar kleine Erdbeeren im Oktober zu finden waren, inklusive Minze, ist das doch ein ganz besonderer Bonus.
    Die Natur im Winter einfach nach drinnen und in den Kleiderschrank zu holen, gefällt mir natürlich ebenfalls sehr.. Kannst du dir sicher denken. ☺️ Die Naturmotive auf den Schals sind wunderschön. Ich mag solche Muster und natürlichen Farben sehr, sie haben etwas Zeitloses und strahlen eine wunderbare Ruhe aus.
    Ich wünsche ein wunderschönes Wochenende, herzliche Grüße Tina

    1. Lucia hätte die Erdbeeren auch gleich entdeckt, liebe Tina! Sie sind echt auf Kinderhöhe gepflanzt. Wie überhaupt das ganze Haus so liebevoll bepflanzt ist. Die Kinder haben gestaunt. Am Herbarium haben wir nun Winterpause und basteln dafür Weihnachtsschmuck etc. Aber im Frühjahr könnte es sein, dass sie wieder Lust dazu haben. Mich würde es freuen.
      In momentanen Zeiten hätten wir dieses Haus übrigens nicht mehr bekommen… die Stadt hat ein wildes Sparprogramm entwickelt und es gibt eine Haushaltssperre. Gut, dass es schon da steht und alle erfreuen kann!
      Dass Dir die natürlichen Farben gut gefallen und auch stehen, ist toll. Als Herbsttyp, der ich auch bin, hat frau da doch viele Möglichkeiten – und die nutzen wir beide auch, gell?
      Dir auch ein wunderschönes Wochenende und herzliche Grüße zurück von
      Sieglinde

  3. Was für ein schöner Post! Ich begrüne ja auch fast hemmungslos. Aber die Nachbarn bekommen immer Panik und lassen sich auch nicht mit Sachinformationen überzeugen, selbst vom Gärtner nicht.
    Das finde ich traurig. Die Temperaturunterschiede zwischen Straßen – und meiner Gartenseite sind enorm. Dummheit richtet die Erde zugrunde.
    GLG
    Astrid

    1. Das finde ich ja toll, dass Du fast hemmungslos begrünst! Wir lernen dies auch in unserem Stadtentwicklungskurs, dass Wilder Wein z.B. überhaupt nicht schadet, sondern nur nützt. Wir kennen auch die Temperaturunterschiede…
      Es ging bei den letzten Exkursionen unseres Kurses um Klimaresilienz und was Grün ausmacht.
      Nürnberg hat viel zu wenig davon als mittelalterliche Stadt und es wird auch zu wenig dafür getan – immer noch..!
      Wir dagegen haben auch einen großen, naturnahen Garten mit vielen Bäumen und alle Mauern sind begrünt rund ums Haus.
      Deine und unsere Nachbarn profitieren davon und sollten sich mit uns freuen!
      Herzlichst,
      Sieglinde

  4. Liebe Sieglinde,

    Natur allover, das ist auch mein Motto. 🙂

    Ich mag es einfach, in der Natur zu sein und wenn man dann noch so ein wunderschönes begrüntes und bepflanztes Haus entdeckt, dann ist das klasse.

    Das sieht wirklich toll aus. Wie schön, die Idee, dass man für den Eigengebrauch pflücken darf und auch an die Vögel gedacht hat. So was mag ich sehr.

    Von der einen Seite fotografiert, wirkt es fast wie ein Hobbit-Haus.

    Die Servietten und Schals, die du in deinem Shop hast, bilden zu der Natur draußen die perfekte Ergänzung für die Natur drinnen.
    Rotkehlchen- und Fuchsserviette, so hübsch. 🙂

    Ein Herbarium anzulegen ist eine schöne Idee.
    Vor vielen Jahren musste ich das für die Schule auch. Das hat richtig Spaß gemacht. Natürlich gab es damals noch nicht so schöne Blattpressen, sondern ich habe die Pflanzen in dicke Bücher gelegt und die Bücher dann beschwert. Hat auch funktioniert. 🙂

    Viel Spaß in der Natur – ob drinnen oder draußen –
    wünscht dir
    Claudia

    1. Ist, ja toll, dass Du auch mal ein Herbarium gemacht hast, liebe Claudia.
      Mein Herbarium vor über 50 Jahren wurde auch mit dicken Büchern gepresst.
      Ich finde, dass es in der Natur noch mehr Freude macht, wenn man sich ein wenig auskennt, daher freut es mich sehr, dass die Enkelinnen Lust dazu haben. Wir werden im Laufe der Zeit immer mal wieder zu dem Haus schauen und ich werde berichten.
      Und vielleicht finden wir noch was für den Hausgebrauch… 🙂
      Dann trinken wir Pfefferminztee mit Lebkuchen und Rotkehlchen-Serviette!
      Einen schönen Sonntag mit Spaziergang wünsche ich Dir herzlich,
      Sieglinde

  5. Das Haus ist toll, und wie süß ist bitte dieses Vogelhaus ganz oben im „Grünen“? Ich würde sagen, Luxus-Ferienhaus für Vögel… :-))) Dass eure Enkelinnen so an Pflanzen und Kräutern interesseiert sind, macht das Ganze ja noch viel schöner.
    Ich finde es zudem klasse, dass einige Städte solche Begrünungen inzwischen machen und zulassen, denn wie Astrid ja schon schreibt, die Temperaturunterschiede sind tatsächlich spürbar, gerade im Sommer inzwischen so wichtig…! Es gibt ja alle möglichen Ideen, von Wasserzerstäubern über vertikale Begrünungen und weiß der Kuckuck was noch. Das braucht die Großstadt ganz dringend.
    Aber Hitze ist derzeit zum Glück nicht das Problem…! Deshalb freu ich mich auf Schals und Tücher von dir besonders… und wenn ich zuhause bin (bin derzeit in Sinsheim) werden die feinen adventlichen Dekosachen und Lichter wieder rausgeholt und der nahende Advent zelebriert! :->)))
    Herzliche Grüße Maren

    1. Ja, das sind zwei Luxusvillen für Vögel da oben :-)!
      Es gibt sehr viele Möglichkeiten im Großen wie im Kleinen zur Begrünung in der Stadt. Und es sollte alles gemacht werden, was irgend geht. Das ist wirklich Lebensqualität. Wir merken es immer deutlich, wenn wir von der steinernen Stadt heimradeln und dann am Stadtpark entlang fahren, das sind gleich 2, 3 Grad weniger im Sommer und grün ist es auch.
      Du bist in Sinsheim, ich hoffe, ein letztes Mal!<3<3<3
      Dann machst Du es Dir gemütlich daheim und ich weiß schon, dass Du es richtig zelebrieren wirst.
      Freu Dich drauf!
      Herzlichst,
      Sieglinde

  6. Das Haus ist ja irre (nicht wörtlich zu nehmen, lach!) Die Bepflanzung schützt im Sommer vor Hitze und im Winter vor der Kälte. Ich hätte nur etwas Angst wegen der vielen Insekten und Spinnen, die sich darin tummeln.

    Und in euren Shop ist der Herbst eingezogen 🙂

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Ja, ein bisschen irre ist es schon, aber so schön irre, liebe Sabine! 🙂
      Insekten und Spinnen und allerlei anderes Getier gibts bestimmt dort. Das ist ja auch das Gute daran und gewollt.
      Aber, wenn sie Pech haben, werden sie von den Vögeln verspeist, die ganz oben wohnen…
      Ein Winterschutz ist ein begrüntes Haus ebenfalls, das ist richtig. Im Sommer vor Hitze, im Winter vor Kälte.
      Jetzt müssen nur noch möglichst viele Menschen mit Haus den Mut dazu haben…
      Herzliche Grüße,
      Sieglinde

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