Dass Frauen fotografiert werden, ist so alt wie die Fotografie. Die Fotografen waren Männer.
Dass Frauen fotografieren, ist ein Stück Emanzipation. Und dass Frauen Frauen fotografieren, gefällt mir ganz besonders.
Eine Freundin und ich waren in der Ausstellung „Through Her Lens“ von Ruth Orkin (1921-1985). Ihr Geburtsort ist Los Angeles, genauer gesagt Hollywood, denn ihre Mutter war eine Stummfilm-Schauspielerin.
Ruth Orkin ist also eine amerikanische Fotografin und es waren Fotos zu sehen von 1940 bis 1960.
Sie hat Weltstars fotografiert und war selbst ein Star in der Branche, aber sie hat auch immer Street-Fotos gemacht und angefangen hat sie jung:
Sie ist eine emanzipierte Frau schon in jungen Jahren. Mit 17 reist sie allein – weitgehend mit dem Fahrrad – von Los Angeles nach New York zur Weltausstellung, immer im Gepäck ihre Kamera. Schon mit 10 Jahren bekam sie eine Kamera geschenkt, ab da war klar, was sie werden möchte.
Als sie eine ausgebildete Fotografin ist, reist sie immer wieder alleine – auch nach Europa – und fotografiert Straßenszenen, aber eben auch Frauen und ihren Alltag, der durchaus noch sehr klassisch weiblich ist mit Kindern und Küche. Doch die Emanzipation und Berufstätigkeit von Frauen schreitet voran und ihre Fotos halten das im Laufe der Jahre fest.
Eines ihrer berühmtesten Foto zeigt eine junge Frau, genannt Jinx, in Italien, die alleine reist und die sie dort kennengelernt hat: American Girl in Italy . Sie geht durch eine anmachende Phalanx von italienischen Männern in Florenz auf dem Gehsteig als Teil der Reihe Don’t Be Afraid to Travel Alone.


Auffällig fand ich, dass in der Ausstellung sehr viele Frauen als Besucherinnen waren.
Ruth Orkin fasziniert mit ihrem Werk und Leben. Auch meine Freundin und ich waren sehr beeindruckt, zumal wir die 1950er Jahre als Kind miterlebt haben und auch die eingeschränkte Lebenswelt unserer Mütter.
Inzwischen ist es normal, dass Frauen fotografieren. Ich z.B. fotografiere viel, auch die Selfies von mir und meinem Mann mache meistens ich. Da bin ich quasi vor und hinter der Kamera gleichzeitig.
Frauen fotografieren Frauen
Will Frau einen Mode-Blog machen, benötigt sie Fotos. Aber wer macht die?
Hier stelle ich Ihnen drei Bloggerinnen vor. Manche kennen Sie schon aus anderen Beiträgen von mir. Aber der Aspekt: Wer fotografiert hier eigentlich? ist neu.
Wir sehen die Frau vor der Kamera, aber wer steht dahinter?
Oder steht vielleicht gar niemand dahinter?
Fotoshooting bei 3 Bloggerinnen:
„Farbwunder“ Maren als Selbst-Fotografin und Alleinreisende


Maren sagt: „Gerade in den Urlauben kannst du sicher sein, dass ich alle Fotos selbst gemacht habe, da ich so gut wie immer allein reise :-))) Und als „Stativ“ benutze ich alles, was sich so bietet, über Zaunpfähle, Mauervorsprünge, Mülleimer bis zu Stock und Stein… ein Stativ ist mir zu viel Aufwand.“


Ich finde es so beeindruckend, dass Maren 1. meistens alleine reist und 2. vieles allein fotografiert. Ihre „Stative“ können Sie oben lesen… Die Fotos sind aus Frankreich, Großbritannien, Thailand. Überall ist Maren allein unterwegs und lässt uns teilhaben durch Fotos und Blog-Posts. Alle Fotos sind von ihr selbst gemacht.
Tinas Pinkfriday Fotoshooting zwischen Mode und Familie



Zwischen Mode und Familie. 😅
So nennt Tina selbst ihre Fotoshootings, die immer familiär ablaufen. Ihre Tochter Sarah ist die Fotografin und Enkelin Lucia ist immer höchst interessiert dabei, wenn auch manchmal als „Fotobombe“. Und dann ist da noch ein kleiner Hund, der auch mit aufs Foto will und eigentlich nicht soll… Das alles muss Sarah mit Geduld händeln und ihre Mutter möglichst fotogen für den Blog fotografieren. Dass ihr dies sehr gut gelingt, können Sie in Tinas Blog nachsehen.
Claudias Welt Mode- und Lifestyleblog persönlich und abwechslungsreich
Monica, die Hobby-Fotografin lädt ihre Freundin Claudia, die Hobby-Bloggerin, gern in ihren Garten ein zum Fotoshooting.
So entstehen atmosphärisch entspannte Fotos und beide haben ihren Spaß dabei. Claudia hat einen Mode- und Lifestyleblog, den sie mit großer Freude, Mode-Fachkenntnis und künstlerischen Ideen führt.
Ihre Freundin Monica ist dabei eine große Hilfe, da sie die meisten der Fotos macht, die Claudia selbst zeigen. Monica bekommt im Gegenzug Hilfe von Claudia für Ihre Reels auf Instagram, denn Monica macht künstlerische Textilarbeiten.


Claudia sagt: „Dass Frauen andere Frauen fotografieren, finden wir beide einen wunderschönen Gedanken und genau das spiegelt sich auch in unseren Fotos wider.
Monica ist keine professionelle Fotografin, und unsere Bilder entstehen immer ganz entspannt während unserer wöchentlichen Treffen bei ihr zu Hause – bei Cappuccino, Gesprächen und ganz viel Lachen. Dadurch ist alles sehr spontan und ungezwungen, und genau das macht für mich diese besondere Verbindung beim Fotografieren aus. Es fühlt sich anders an als bei klassischen Shootings, viel persönlicher und vertrauter.
Es ist für uns auch ein schönes Geben und Nehmen, denn ich bin im Gegenzug diejenige, die ihre Videos für die künstlerischen Näh-Reels auf Instagram macht. So ergänzt sich das wunderbar.“


Und wer fotografiert Sie?
Vielleicht achten Sie einmal selbst darauf, wie es ist von einer Frau fotografiert zu werden.
Haben Sie damit Erfahrungen?
Herzlichen Dank an Maren, Tina und Claudia für die Texte und die Fotografinnen Sarah und Monica für die schönen Fotos!
Hier sind Maren und ich auf der Nürnberger Burg. Ich habe erlebt, wie professionell Maren die Selbstauslöser-Fotos macht. Die Kamera steht auf einer kleinen Mauer einfach so vor uns.
Zwei Frauen, die von einer selbst fotografiert werden, ist das nicht genial?

Mit fotogensten Grüßen
Ihre
Sieglinde Graf
Nachtrag 5.2.26.:
Astrid vom Blog Le Monde de Kitchi veröffentlich regelmäßig hochinteressante Portraits von „Great Women“.
Darunter auch einige Fotografinnen. Hier zum Nachlesen:
https://lemondedekitchi.blogspot.com/2026/02/great-women-445-yva.html
Fotos:
Maren von Farbwunder, Monica von Claudias Welt, Sarah von Tinaspinkfriday, Sieglinde Graf, unbekannte Quelle – herzlichen Dank an alle fürs Mitmachen und Fotos zur Verfügung stellen.

Liebe Sieglinde, herzlichen Dank für den tollen Beitrag! Die Fotos und Texte sind sehr schön. Du fragst nach Erfahrung „Frau fotografiert Frau“. Ja, davon kann ich ein Lied singen. Meine beste Freundin hasst es, fotografiert zu werden. Mit viel Einfühlungsvermögen habe ich sie überzeugen können. Entstanden sind tolle Aufnahmen von ihr „gewandet“ in ganz tollen Klamotten, die ihr sehr gefallen haben. Worüber ich mich mit ihr gefreut habe. Es braucht viel Einfühlungsvermögen, ein gutes Auge für Positionen und vor allem: Vertrauen. Anfangs hatte ich auch Probleme, wenn ich „gewandet“ in Krinoline auf der Mainau ständig posen musste. Das hat sich mit den Jahren absolut gelegt.
Ich freue mich immer auf deine posts – so abwechslungsreich und persönlich.
Beste Grüße nach Nürnberg Sibylle
Liebe Sibylle, Du hast ja viel Erfahrung mit diesem Thema. Wie schön, dass Deine Freundin sich Dir beim Fotografieren anvertrauen durfte und die Fotos ihr so gut gefallen haben. In den historischen Gewändern „gewandet“ schaut das natürlich noch feiner aus. Ich füge hier mal den Link bei, mit dem Du auf der Insel Mainau als Dame bei Hofe zu sehen bist bei uns am Blog:https://blog.da-sempre.de/2020/01/24/in-schweden-und-am-bodensee-da-sempre-kundinnen-haben-da-was-fuer-sie/ Du wirst bestimmt tausende male schon fotografiert worden sein dort. Bald beginnt wieder die Saison… Ich wünsche Dir viele nette Frauen, die Dich fotografieren und sich daran freuen!
Herzlichen Dank für Deinen schönen Kommentar und herzliche Grüße an den Bodensee,
Sieglinde
Das Foto von Maren und dir ist toll und sieht gar nicht nach einem Bild aus, das mit Selbstauslöser entstanden ist.
Ich lasse mich am liebsten von Menschen fotografieren, die wissen, wie ich auf dem Bild aussehen möchte und welche Details mir wichtig sind. Das sind bevorzugt andere Bloggerinnen. Am besten ist, wenn man das schon öfter zusammen gemacht hat, dann fällt die Diskussion des Anforderungskatalogs am Anfang weg. Spart Zeit und macht mehr Lust aufs Fotografieren.
Hab einen schönen Freitag!
Frisch verschneite Grüße sendet dir
Ines
Maren ist Selbstauslöser-Profi…! Dass Ihr Euch bei Euren Bloggerinnen-Treffen auch gern gegenseitig fotografiert, ist ein schöner zusätzlicher Gewinn dieser Treffen. Da Ihr alle um die wesentlichen Dinge wisst, ist der „Anforderungskatalog“ ja schon verinnerlicht. Es sind schon sehr atmosphärische Fotos so entstanden, wie ich weiß. Das macht Spaß beim Fotografieren und beim Anschauen!
(Der Schnee bei Euch ist dieses Jahr heftig. Meine Freundin hat mir auch schon Fotos geschickt vom verschneiten Garten. Bei uns liegt er auch noch und heute kommt etwas Sonnenschein dazu, das schaut so schön aus!)
Herzlich
Sieglinde
Interessant: Während du diesen Post verfasst hast, hab ich auch einen über eine Fotografin geschrieben. Für Frauen war dieser Beruf vom Beginn der Fotografie an offen, da er nicht durch Traditionen wie Zünfte und ähnliches geregelt war. Die hatten also schon im 19. Jahrhundert Ateliers ( weniger die wohl heute berühmteste unter ihnen, Julia Margaret Cameron ). Und im Berlin der Weimarer Zeit knubbelten sie sich geradezu. Ich selbst bin von Kind an auch immer von professionellen Fotografinnen abgelichtet worden, wie das noch so üblich war, fotografiere allerdings auch seit meiner Jugend. Heute ist das ja alles ein Massenphänomen. Ich selbst mag gar nicht fotografiert werden. Deshalb finde ich die von dir vorgestellten Bloggerinnen durchaus mutig.
GLG
Astrid
Danke für die historische Erweiterung zu den Berufs-Fotografinnen, liebe Astrid. Wenn Deine Great Woman dazu erscheint, verlinke ich das nach.
Mir gefällt es sehr, dass Frauen damit eine berufliche und künstlerische Ebene ausleben konnten und auch ihr eigenes Einkommen hatten.
Du fotografierst auch mit geschultem Auge, das sieht man auf Deinem Blog.
Warum wirst Du selbst so ungern fotografiert? Hast Du eine Idee dazu?
Herzlichste Grüße
Sieglinde
Ich fotografiere 90% für den Blog selbst, mit Ines und Sabine harmoniert das Fotografieren auch. Ich finde, dass Fotos eine sehr persönliche ‚Darbietung‘ sind und am natürlichsten bin ich mit mir allein. Aber draußen ‚traue‘ ich mich noch nicht recht. Das ist meine kleine Challenge für dieses Jahr.
Mittlerweile kann ich meinen Mann ab und an bewegen, Fotos zu machen.
Ich mag deinen Bericht und finde es toll, wie du faszinierend davon erzählst. Es ist schon Wahnsinn, was wir in wenigen Jahrzehnten geschafft haben, auch wenn Luft nach oben bleibt.
Selber fotografiere ich mit Passion, seit meine Ur-Oma mir einen kleinen Fotoapparat geschenkt hat, als ich 6 Jahre alt war. Das Thema fasziniert mich. Auch, was Smartphonefotographie mittlerweile kann.
Du siehst immer so freundlich auf Fotos aus und nie gestellt, was bei Selfies nicht einfach ist. Toll!
Liebe Grüße
Nicole
Das wusste ich nicht, dass Du zu 90% Dich selbst fotografierst. Deine meisten Fotos wirken nicht so. Da hast Du inzwischen eine große Fertigkeit entwickelt. Und draußen wird das auch noch klappen. Du musst einfach Dich trauen und vielleicht mit einer Umgebung anfangen, die Dir vertraut ist…
Ein Hoch auf die Ur-Oma! Das finde ich wunderbar, dass sie in Dir das Interesse dafür so früh geweckt hat. Sie ist sozusagen so etwas wie die „Ahnin Deines Blogs“.
Es freut mich, dass Dir meine Fotos gefallen, die entstehen echt aus dem Moment.
Herzlich
Sieglinde
Zum Glück sind wir Frauen heute so selbständig, dass wir vieles selber machen können. Meine Blogfotos sind zu 98 % Selfies. Ab und zu kann ich meinen Mann überreden. Meist bin ich aber allein unterwegs. Auf Bloggertreffen fotografieren wir uns gegenseitig. Das macht immer viel Spaß.
Die Ausstellung würde mir bestimmt gefallen.
Liebe Grüße
Sabine
Ja, das glaube ich auch, dass Dir die Ausstellung gefallen hätte, liebe Sabine.
Ich finde es großartig, in welcher Qualität Du Selfies machst. Da hast Du schon viel Routine.
Bei Euren Bloggerinnentreffen lese ich das dann aber auch immer so gern, wie Euch das gegenseitige Fotografieren Spaß macht.
Das sind immer feine Ausbeuten…
Herzlich,
Sieglinde
Die Ausstellung klingt toll, es freut mich das du dort warst und auch noch viele andere Frauen.
Maren fasziniert mich mit ihren Reisen und ihren Fotos. Die Fotos sind kreativ und geben den Reiseberichten das Extra!
Selbst kenne ich beides, früher wurde ich von einer Frau fotografiert und jetzt von einem Mann. Die lustigsten Shootings waren die, mit meiner Freundin. Jetzt wird effizient fotografiert, schnell und blogtauglich.
Liebe Grüße
Finde ich ja spannend, dass Du beide Erfahrungen beim Fotografieren hast und sie unterschiedlich erlebst.
In die Ausstellung wär ich gern mit Dir gegangen, sie hätte Dir gefallen. War eine besonders schöne Atmosphäre mit all den Besucherinnen.
Ja, Maren macht das ganz klasse!
Herzlich,
Sieglinde
Vielen Dank von Herzen für diesen schönen Beitrag, für die Erwähnung und die Wertschätzung, das bedeutet mir wirklich viel, liebe Sieglinde! Es war mir eine große Freude, Teil dieses Projekts zu sein! Dass Frauen Frauen fotografieren, ist für mich auch etwas ganz Besonderes – genau dieses Miteinander, das Vertrauen und die entspannte Atmosphäre spürt man einfach, wenn Frauen sich gegenseitig mit der Kamera begegnen.
Danke für die schönen Worte und diesen inspirierenden Blick hinter die Kamera. ✨ Dein Foto mit Maren ist fantastisch!
Gruß & Kuss und ein schönes Wochenende!
Claudia
Wie schön, dass Dir der Post gefällt, liebe Claudia. Du hast einen sehr wesentlichen und ästhetischen Beitrag daran und Monica auch.
Es war mir eine Ehre und Freude! Euren Fotos spürt man die entspannte Atmosphäre und Vertrautheit ab. Das ist immer so schön anzusehen und inspiriert bestimmt auch andere Frauen.
Lieben Dank fürs Mitmachen und herzliche Grüße,
Sieglinde
Hallo Sieglinde,
ich agiere fast immer hinter der Kamera/Handy.
Claudia spielt da eine sehr große Rolle! Benutze aber überwiegend privat eine Kamera. Handy ist für den Alltag und heutzutage nicht mehr wegzudenken.
Dein Post ist inspirierend!
Danke für den Beitrag und auch danke an meine Freundin Claudia.
Wünsche allen weiterhin viel Erfolg und Spaß.
Hallo Monica, das freut mich sehr, dass Du hier schreibst. Toll, dass Claudia eine Freundin wie Dich hat. Deine Fotos sind immer sehr zugewandt und sehr schön anzusehen. Bravo, Frau Fotografin!
Ich danke herzlich fürs Mitmachen und freu mich schon auf weitere Fotos bei Claudias Welt.
Viel Freude damit weiterhin wünscht
Sieglinde
Liebe Sieglinde, was für ein schöner Beitrag und ja es ist schön, von einer Frau/Freundin- meine Tochter Sarah fotografiert zu werden. Sie weiß genau was ich möchte und brauche und ein paar Luciafotos fürs Familienalbum fallen meist auch noch ab.☺️ Diese Ausstellung würde mir auch gefallen. Ich glaube Frauen fotografieren mit einem „anderen Auge“ als Männer.
Schön das Foto von Dir und Maren.
Ich wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
Da freu ich mich, liebe Tina, dass Dir der Post gefällt. Ich hoffe, Sarah gefällt er auch.
Du bist ja inzwischen ganz weit weg wie ich vermute, aber sicher kommt bald ein Post von Dir. Dann nicht von Sarah fotografiert…
Ja, das glaub ich auch, dass Frauen mit einem „anderen Auge“ fotografieren als Männer.
Die Ausstellung hätte Dir auf jeden Fall gefallen. Viele Schwarzweiß-Fotos, die haben nochmals eine ganz andere Anmutung.
Ich wär mit Dir gern reingegangen…
Danke nochmal fürs Mitmachen an Dich und Sarah und herzliche Grüße in die Ferne…
Sieglinde
Ich finde solche Aufnahmen zeigen auch sehr schön den Wandel der Frauen in der Geschichte. Ich betrachte unheimlich gern Fotos aus den 50er und 60er Jahren. LG Romy
Der Wandel war wirklich stark, ich habe das ja voll miterlebt und manches davon auch miterstritten.
Das möchte ich nicht wieder verlieren.
Fotos aus den 50ern und 60ern haben einen eigenen Reiz, ich schau sie auch gern an.
Herzlich,
Sieglinde
Liebe Sieglinde, erst einmal vielen Dank, ich bin wirklich fast schon verlegen wegen des Lobs von dir wegen meiner „Professionalität“ (hüstel). Ein gewisses „Auge“ für Proportionen und Intuition reichen meist völlig. Ich mag manchmal auch „schiefe“ Fotos (wie das aus Frankreich), die wirken interessanter. Und wichtig ist auch, dass man die Fotos hinterher zuschneidet, viel mehr Bearbeitung gibt’s bei mir aber nicht (außer aufhellen bei schlechten Lichtverhältnissen).
Mir geht es ähnlich wie Ines und Nicole, es wäre toll, eine feste Fotografin zu haben (oder eine andere Bloggerin, die wissen nämlich genau, worauf’s ankommt!), denn es ist oft schwierig, jemand anderem genau zu verklickern, was einem bei den Fotos wichtig ist. Mein Partner fotografiert mich auch oft, aber es ist weit weniger kritisch als ich und findet auch Fotos toll, die ich niemals veröffentlichen würde :-))). Deshalb ist es ja so bestechend, allein zu fotografieren, da muss ich am wenigsten erklären :-)))).
Aber so wie es z.B. Claudia macht mit ihrer Freundin, das wär auch was für mich, ich kann das sehr gut nachvollziehen, diese Entspanntheit und Ungezwungenheit…und ich bin sicher, Frauen haben i.d.R. einen kreativeren Blick.
„Sie ist eine emanzipierte Frau schon in jungen Jahren. Mit 17 reist sie allein – weitgehend mit dem Fahrrad – von Los Angeles nach New York zur Weltausstellung, immer im Gepäck ihre Kamera“ – wow, natürlich war ich hin und weg, als ich das gelesen habe. Ich werd mich sofort schlau machen über Ruth Orkin, was für eine Frau! Die „anmachende Phalanx von italienischen Männern“ hab ich als alleinreisende 23jährige in Süditalien auch hinter mich gebracht – und wenn man sowas mal ausgesetzt war, kommen einem Reisen nach Asien eh vor wie ein Spaziergang… ;-))))
P.S.: wenn ich je professionelle Fotos von mir haben wollte, dann NUR von einer Frau, das ist gar keine Frage!
Herzliche Grüße und nochmals vielen lieben Dank,
Maren
Nee nee, voll verdient das Lob, liebe Maren!
Deine „schiefen“ Fotos finde ich auch toll! Wo da wohl die Kamera stand??
Du hättest Dich mit Ruth Orkin sehr gut verstanden, da bin ich sicher:
Selbst ist die Frau und doch in Solidarität mit anderen Frauen. Und natürlich alleinreisend!
Ich freu mich, dass Dir der Post gefällt und Dich Ruth Orkin interessiert.
Auf jeden Fall wissen Bloggerinnen am besten, wie sie fotografiert werden wollen und wie sie andere Bloggerinnen fotografieren sollen.
Mein Mann fotografiert mich ja ab und zu für den Blog und das ist meistens in der Öffentlichkeit und ist nicht so einfach.
Aber ich nehms dann wie es kommt, das ist das Leben.
Danke fürs Mitmachen, liebe Maren und weiterhin viel Freude beim Fotografieren und Fotografiert werden!
Herzliche Grüße ins verschneite München aus dem verschneiten Nürnberg,
Sieglinde